So führen Sie eine Webanalyse durch
Veröffentlicht: 2021-10-14Web Analytics ist ein mächtiges Werkzeug, das es Unternehmen ermöglicht, immer auf dem neuesten Stand zu sein und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess anzustoßen.
- 1. Was genau ist eine Webanalyse?
- 2. Ziele der Webanalyse
- 3. Wie funktioniert Webanalyse?
- 4. Welche Schritte sollten unternommen werden?
- 4.1. Schaffung
- 4.2. Implementierung
- 5. Webanalyse und Datenschutz
Was genau ist eine Webanalyse?

Die Webanalyse, auch als Traffic-Analyse oder Web-Controlling bezeichnet, dient dazu:
- Verbessern Sie die Effizienz und
- Überwachen Sie den langfristigen Erfolg einer Website
Anhand dieser Informationen können Sie Schwachstellen in Ihrer Website aufdecken und deren Effizienz verbessern. Vielen Unternehmen sind die wertvollen Informationen über ihre Kunden nicht bewusst, die sie für ihr operatives Geschäft auf verschiedenen Ebenen (Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb, Unternehmenskommunikation uvm) nutzen können. Es sind keine teuren Marktforschungs- oder Testverfahren notwendig, denn die Daten stehen sofort zur Verfügung, sofern sie zentral gespeichert und gezielt analysiert werden. Webanalysedaten geben Aufschluss über das Besucherverhalten einer Website. Dazu gehören die Herkunft der Besucher oder die Aufenthaltsdauer.
Um zu analysieren, ob Ihre Website vollständig optimiert ist und wie gut sie für den Online-Erfolg gerüstet ist, gibt es Tools, die Tipps und Ratschläge geben.
Ziele der Webanalyse
Web Analytics beinhaltet die Berechnung und Beobachtung zahlreicher Metriken, die einen Anreiz für Verbesserungsmaßnahmen geben. Mögliche Ziele sind:
- Besucherzahlen steigern
- Kundenbindung stärken
- Halten Sie die Besucher so lange wie möglich auf der Website
- Kundenzufriedenheit verbessern
- Umsatzsteigerung durch Verkauf
Wie funktioniert Webanalyse?

Bevor Sie ein Tracking-Konzept entwickeln oder ein Tracking implementieren, müssen Sie sich einige Fragen stellen:
- Was will ich eigentlich mit den Daten machen?
- Welche Ziele verfolge ich?
- Was erwarten Besucher von meiner Website?
- Was muss ich tun, um von den Daten zu profitieren und mein Online-Marketing oder die Website zu optimieren?
Kennzahlen der Webanalyse
Web Analytics ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein kontinuierlicher Prozess des Messens, Analysierens und Optimierens. Bei der Webanalyse werden Informationen über das Besucherverhalten gesammelt, ausgewertet und als Key Performance Indicators (sog. KPIs) berechnet. Ohne KPIs keine Webanalyse, denn sie machen die Performance einer Website messbar. Aus den KPIs lassen sich dann entsprechende Maßnahmen ableiten, die je nach Zielsetzung eines Webseitenbetreibers zu einer positiven Entwicklung führen sollen. Diese Indikatoren stehen daher am Anfang jeder Webanalyse. Sie ergeben sich aus der Unternehmensstrategie oder branchenspezifischen Anforderungen. Erst anhand der KPIs sehen Sie, inwieweit die Unternehmensziele erreicht werden. Sie sind auch eine Grundvoraussetzung für das Tracking-Konzept. Webanalysetools enthalten zahlreiche vordefinierte KPIs, darunter:

- Besucherzahl
- Dauer des Besuchs
- Prozentsatz organischer Besucher
- Durchschnittliche Seitenladezeit
- Wechselkurs
Sie sollten niemals nur eine Metrik berücksichtigen. Eine hohe Absprungrate kann beispielsweise ganz unterschiedliche Ursachen haben, wie lange Ladezeiten, fehlende Informationen oder fehlende Handlungsaufforderungen.
Welche Schritte sollten unternommen werden?

Schaffung
Schritt 1 – Entwickeln Sie einen Webanalyseplan
Das Sammeln von Daten allein wird Sie nicht weiterbringen. Sie sollten eine klare Vorstellung davon haben, wofür Sie die Daten benötigen. Der Webanalyseplan ist daher unerlässlich und dient als Werkzeug, um Sie bei dieser Aufgabe zu unterstützen.
- Empfehlung: Für die Erstellung des Webanalyseplans empfiehlt es sich, ein Mindmapping-Tool zu verwenden. So können Sie den Plan flexibel strukturieren und gut visualisieren.
Schritt 2 – Bestimmen Sie Ihre Prioritäten
Ganz wichtig ist auch die Frage, welchen Stellenwert die einzelnen Maßnahmen im Unternehmen bzw. innerhalb der Abteilung haben. Diese lassen sich in der Regel nach ihrer Wichtigkeit sortieren.
Implementierung
Schritt 1 – Entwickeln Sie ein Tracking-Konzept
Das Tracking-Konzept ist eine Art Vorgabe, zum Beispiel: Welche Daten werden mit den Tracking-Codes auf Ihrer Website erfasst und wie sollen diese an Google Analytics übermittelt werden? Das Konzept ist die Beschreibung, nach der das Tracking schließlich umgesetzt wird.
Schritt 2 – Umsetzung des Tracking-Konzepts
Steht das Tracking-Konzept, kann mit der Umsetzung des Trackings begonnen werden. Je früher Fehler oder Schwachstellen in der Umsetzungsphase entdeckt werden, desto einfacher lassen sich diese beheben.
Schritt 3 – Weitere Datenquellen einbinden
Andere Datenquellen können ebenfalls verwendet werden. Ein praktisches Feature von Google Analytics sind beispielsweise die Kosten für den Datenimport. Sofern Google Analytics unter anderem mit Google Ads, Views und Clicks verbunden ist, können diese bereits in Google Analytics für einzelne Kampagnen ausgewertet werden. Mit dem Kostendatenimport können Sie dieses Prinzip auf jedes andere Anzeigensystem ausweiten. Beispielsweise können Kostendaten von Facebook und Twitter in Google Analytics importiert und direkt mit den Kosten verglichen werden, die über die verschiedenen Netzwerke eingekauft werden.
Schritt 4 – Erstellen von Dashboards und Berichten
Es ist wichtig, vorab zu klären, welche unterschiedlichen Adressen es für Ihre Berichte gibt und welche Funktion die Dashboards erfüllen sollen. Ebenso sollten Sie auch bei Dashboards nach den Anforderungen der unterschiedlichen Zielgruppen differenzieren und Dashboards erstellen, die den jeweiligen Bedürfnissen entsprechen.
Schritt 5 – Etablierung des Optimierungsprozesses im Unternehmen
Wenn Sie damit beginnen, Anomalien in Ihren Daten zu suchen, Hypothesen aufzustellen und Optimierungsmaßnahmen umzusetzen, schaffen Sie echten Mehrwert für Ihr Geschäft.
Webanalyse und Datenschutz
Webanalysesysteme unterliegen den Datenschutzgesetzen und -richtlinien. Bevor Sie den Tracking-Code Ihres Analytics-Anbieters implementieren und Daten speichern, müssen Sie mit Ihrem Anbieter einen sogenannten ADV (Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung) abschließen. Diese regelt, dass diese die Daten in Ihrem Auftrag speichern und verarbeiten. Erst nach Vertragsschluss ist die Nutzung des Webanalysetools zulässig. Es gibt jedoch weitere Maßnahmen, die Sie rechtlich beachten sollten, wie zum Beispiel die Cookies, Opt-Out und die Do-Not-Track-Funktion. Mit Hilfe dieser Funktion muss es dem Website-Nutzer möglich sein, das Website-Tracking zu unterbinden.
